Zeitungsbericht OZ 5.12.2015

Von unserem Redaktionsmitglied

Stefan Jünger

Fürth. Es war eine schwierige Saison mit vielen Motorproblemen, doch am Ende stand ein Happy-End. In seinem ersten Jahr als Fahrer im KW-Berg-Cup des Deutschen Motorsportbundes (DMSB) holte sich der junge Fürther Sven Koob den Titel in der Rookie-Wertung (der Neueinsteiger) und verpasste nur hauchdünn den ersten Platz in der Youngster-Konkurrenz. „Damit hätten wir nie gerechnet“, strahlt der 24-Jährige, der für die Interessengemeinschaft Motorsport Schlierbachtal startet.

Der Erfolg wurde auf gebührende Weise in der Werkstatt seines Vaters und Trainers Franz Koob – der selbst im vergangenen Jahr deutscher Bergrennmeister wurde, in dieser Saison aber zugunsten seines talentierten Sohnes einen Gang zurückschaltete – im Kreise von Freunden und Unterstützern gefeiert. Aber auch etliche Fahrer waren gekommen, darunter auch sein schärfster Konkurrent in der Youngster-Wertung, der Däne Andy Heindrichs, mit dem ihm inzwischen trotz aller sportlicher Rivalität eine enge Freundschaft verbindet.

Als die Koobs im vergangenen Jahr die Entscheidung trafen, dass Sven vom Slalom in den Bergcup umsteigt, war die Zielsetzung für den Neuling, sich erst einmal in dem Wettbewerb zu etablieren. Der Einstieg verlief holprig, denn schon beim zweiten Rennen in Bitburg gab es Probleme mit seinem Fiat X19: ein Motorschaden auf dem Prüfstand. In dieser schwierigen Situation sprang Vater Franz ein und überließ ihm seinen Fiat Uno, mit dem er 2014 den Titel in der Bergcup-Gesamtwertung geholt hatte.

Auch wenn ihm diese Entscheidung nicht leicht fiel, brauchte er sie nicht zu bereuen, denn Sohn Sven fand sich schnell mit dem gut 100 PS stärkeren Wagen, der im Gegensatz zum X19 auch über einen Frontantrieb und über 16 statt 8 Ventile verfügt, zurecht und überraschte seinen Vater und die Konkurrenz mit sehr guten Zeiten. So setzte er sich in der Rookie-Wertung schon frühzeitig an die Spitze des gut 20-köpfigen Fahrerfeldes und in der anspruchsvolleren Youngster-Konkurrenz entwickelte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Heindrichs. Die beiden lieferten sich gleich reihenweise hauchdünne Duelle, bei denen am Ende meistens hundertstel Sekunden den Ausschlag gaben – die Bergrennfans waren begeistert.

Während sich Sven Koob im Neueinsteiger-Wettbewerb gegen die starke Konkurrenz durchsetzen konnte und sich den Titel schon im vorletzten Saisonrennen in Eichenbühl sicherte, spitzte sich das Duell bei den Youngstern immer mehr zu. Die beiden Fahrer schenkten sich nichts auf den Strecken und holten alles aus sich und ihren Wagen heraus. So kam es am letzten Renntag des Jahres in St. Agatha in Österreich zum nervenzehrenden Showdown zwischen den beiden jungen Piloten, bei dem 30 000 begeisterte Zuschauer für eine außergewöhnliche Stimmung sorgten.

Doch dann machen die Tücken der Technik dem mit großer Spannung erwarteten Finale einen Strich durch die Rechnung. Wenige Stunden vor dem Start springt plötzlich der Motor von Heindrichs Corsa nicht an – Probleme mit der Elektrik. In höchster Eile versucht sein Team, den Schaden zu reparieren. Mittendrin am Schrauben ist Franz Koob, der erfahrene Kfz-Meister. Er ist es dann auch, der den Fehler, eine defekte Kabel-Steckverbindung, entdeckt und behebt.

Dieser Einsatz für den härtesten Konkurrenten seines Sohnes war für ihn selbstverständlich, nicht nur, weil er mit Heindrichs Vater schon viele Jahre lang aufgrund gemeinsamer Bergrennzeiten befreundet ist. Er brachte ihm aber auch Kritik aus dem Fahrerlager aus, denn der junge Däne konnte in den beiden Rennen nach jeweils hartem Kampf – die Plätze 2 bis 8 trennten gerade einmal 0,8 Sekunden – einen knappen Vorsprung gegenüber Sven Koob herausfahren und so den Youngster-Wertung für sich entscheiden.

Doch auch sein Junior stand hinter seinem Einsatz: „Natürlich hätte ich gerne den Titel gewonnen, aber die Entscheidung sollte auf der Strecke fallen, das war eine Frage der Fairness. Wenn er nicht angetreten wäre, hätte ich mich nicht richtig über den Sieg freuen können“, nimmt es Sven Koob sportlich – und freut sich mit seinem Freund über ihre Erfolge.

Bei der Meisterschaftsfeier in Fürth nutzte das Motorsporttalent dann auch die Gelegenheit, sich bei seinem Team zu bedanken, besonders bei seinem Vater, mit dem er zusammen an den Rennwochenenden und abends an vielen Werktagen zig Stunden beim „Schrauben“ verbrachte, um den Wagen für die nächsten Läufe wieder auf Vordermann zu bringen. „Ohne seinen Einsatz und ohne die Unterstützung meiner Mutter Gerit wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen“, hebt er hervor. Einen wichtigen Beitrag leistete aber auch Klaus Feussner aus Marburg, der für die Programmierung des Steuergeräts und die Abstimmungsarbeiten zuständig war und jederzeit telefonisch erreichbar war. Und schließlich erwähnt er noch seinen Hauptsponsor, die Firma Mock Gerätebau in Heppenheim.

Vater Franz ist sichtlich stolz auf seinen aufstrebenden Sohn. So war es für ihn dann auch kein großes Problem, in diesem Jahr in Sachen Bergrennen kürzer zu treten und statt dessen Sven auch die nötige moralische Unterstützung zu geben. „Wenn nötig, gab es auch mal einen Anpfiff, der dann auch geholfen hat, wenn die Motivation nicht stimmte“, mein sein Sohn lachend.

Ganz lassen vom Fahren konnte Franz Koob jedoch nicht, bei einigen Rennen ließ er es sich nicht nehmen, an den Start zu gehen – und hier dann auch gleich Podestplätze einzufahren. Ein besonderes Erlebnis war dann die Teilnahme an der Nibelungenringrallye, da er hier erstmals mit seiner Frau Gerit als Co-Pilotin an den Start ging. „Erst traute sie sich nicht in den Wagen, doch nachdem die ersten Zweifel überwunden waren, wollte sie gar nicht mehr aussteigen“, blickt er schmunzelnd zurück.

Mit der eigenen Meisterschaftsfeier – die große Feier des DMSB fand mit 400 Gästen im Parkhotel in Bad Mergentheim statt, wo der Fiat Uno ausgestellt worden war – sind die Ehrungen noch nicht vorüber, denn heute erhält Sven Koob für seinen Titelgewinn einen Ehrenpreis des Deutschen Sportfahrerkreises bei der Messe in Essen.

Für die nächste Saison steht jedoch ein Einschnitt bevor, denn der 24-Jährige beginnt die Ausbildung zum Kfz-Meister. „Deshalb werden wir dann im Team fahren“, kündigt Franz Koob an. Das müsste dann mit dem Teufel zugehen, dass diese Kombination von Talent und Erfahrung nicht zu den nächsten Erfolgen führen sollte.

Bergrennen Unterfranken 2015 12.-13.09.2015

Der Punto Super1600 und der Uno wurden ins nur 60 km weite Eichenbühl in Unterfranken geschleppt um dort den heisen Kampf gegen die Konkurrenz aufzunehmen.

Es geht bei Sven um die Entscheidung in der Rookye Wertung und um die Youngster Wertung des KW Berg Cup.

Am Trainingssamstag wurden 2 Trainingsläufe angepeilt. Die 1600 Klasse war mit 14 Teilnehmer erfreulich gut besucht und versprach Heise Kämpfe in den vorderen Reihen.

Im ersten Trainingslauf fuhren Sven und sein Hauptkonkurrent Andy Heindrichs wie so fast exakte Zeiten. Nur 2 Zehntel trennten die beiden.

Franz Koob musste sich gegen den Peugeot 206 S1600 von Franz Hasenstab messen und es wurde eng.

Beim 2 . Trainingslauf versagte die Schaltunterbrechung bei Sven und das Getriebe funktionierte nicht mehr wie es sollte.

Nach dem Lauf wurde der Uno sofort von Franz in die Mangel genommen. Das Getriebe wurde demontiert und die erste Schadensdiagnose gestellt.

3 und 6 Gang nicht mehr zu gebrauchen.

Das stellte uns vor eine große Herausforderung da wir nicht alle Gangräder als Ersatz dabei hatten. Man Entschied sich ein gut Abgestuftes 5 Gang Getriebe zu bauen mit einem extrem langen 6 Gang der bis 215 ging.

 

Sonntagmorgen erster Rennlauf. Die Straße war noch feucht und es ging also um alles oder nichts.

Sven konnte sich gleich um 3 Sekunden verbessern. Nun war warten angesagt was die Konkurrenz macht. Leider streikte bei Andy Heindrichs die Zündspule. Damit war für Ihn das Rennen gelaufen. Schade wenn man bedenkt wie man in den letzten Rennen um die hundertstel gekämpft hatte.

Jetzt musste Sven nur noch es schaffen die unverhofft gute 3. Position zu halten.

Franz der mit seinem viel zu kurz übersetzten Rallye Fiat zu kämpfen hatte konnte seine Trainingszeit auch gleich mal um 2 Sekunden unterbieten und lag in Schlagdistanz zu Franz Hasenstab.

Der 2. Rennlauf war endlich trocken und alle konnten volles Risiko eingehen. Während sich Andre Stelberg vor Stefan Faulhaber die Spitze sicherten, kam von hinten Sven Koob. Sven behielt den 3 Platz mit 1 zehntel Sekunde Vorsprung auf Valentin Schneider und 2 Zehntel Vorsprung auf Manfred Schulte im AX Kit Car.

Franz konnte sich sogar vor Franz Hasenstab schieben und hoffte natürlich für den 3. Lauf auch dort zu bleiben.

Der wohl chaotischste Rennlauf der Saison brach an.

Die Strecke war noch nach beim ersten Aufrufen der Stratergruppe. Man einigte sich also geschlossen mit Regenreifen an den Start zu gehen.

Als man dann endlich starten konnten bemerkten Sven und Franz gleich das die Strecke total trocken war und bereuten die Entscheidung mit Regenreifen losgefahren sofort.

Naja die anderen hatten ja die selbe Entscheidung getroffen, dachte man…..

Als die Zeit von Valentin Schneider uns Stefan Faulhaber zu hören war glaubte man es kaum.

Doch die 2 hatten auf Slicks gewechselt. Somit konnte sich Stefan vor Andre auf Position 1 scheiben und Valentin Schneider vor Sven Koob.

Franz wurde 13. Knapp hinter Franz Hasenstab.

Wolsfelder Bergrennen 2015 KW-Berg Cup

2. Deutscher Meisterschaftslauf für Sven Koob.

Beim Wolsfelder Bergrennen, nicht weit von Bitburg entfernt, wurden bereits am Freitagabend die Zelte aufgestellt. Traditionell wurde das Training Sonntags und das Rennen Montags gestartet.

Auf Svens Lieblingsstrecke sollte der misserfolg von Eschdorf wieder weg gefahren werden.

Sonntags nach den ersten 2 Trainingsläufen sah es sehr gut aus für Sven. 1. Platz in der 8V Wertung und 3. Platz in der Klasse. Im 3. Traningslauf kam Marcel Hellberg noch einmal an Sven vorbei.

Alle Läufe wurden im Bereich von 1:12:000 Min bis 1:12:600 Min absolviert. Die 8 Ventiler gaben richtig Gas und lagen alle innerhalb einer Sekunde.

 

Der Rennmontag begann mit einer tragischen Nachricht. Marcel Helbergs VW Polo konnte leider nicht mehr starten. Aufgrund von Motorproblemen fiel er für den harten Kampf um die Spitze aus.

Nach dem 1. Rennlauf lag Sven mit einer Zeit von 01:12.052 nur knapp vor Nils Abb 01:12.122, Frank Duscher 01:12.127 und Frank Lohmann 01:12.283. Enger ging es kaum.

Der 2. Rennlauf wurde also spannend. Jeder kleinste Fahrfehler konnte das Aus bedeuten.

Sven konnte sich verbessern 1:11.634 aber auch Frank Lohmann setzte eine Wahnsinnszeit mit 1:11.505, Frank Duscher setzte sich dahinter mit 1:12.021. Wahnsinn was ein spannender Fight.

1,5 Stunden vor dem letzten Lauf fing es heftig an zu regnen. Doch so schnell der Regen kam ging er auch wieder.

Jetzt hies es Reifenpoker. Im Wald war es Nass aber auf den schnellen Abschnitten trocken.

Die meisten fuhren auf Slicks zum Start.

Sven verbremste sich leicht und musste um nicht von der Strecke zu fliegen sich schnell mithilfe der Kupplung und einem Drift drehen. Leider kostete das wertvolle Zeit.

Sven verlor den 1. Platz der 8Ventiler und wurde hinter dem starken Frank Lohmann 2.

Frank Duscher wurde 3.

 

Jetzt heist es das Auto wieder fit bekommen für den nächsten Lauf in Schotten.

40. Hunsrücker Bergrennen NAVC 09.-10.05.2015

Die Navc Bergslalom Saison beginnt wie jedes Jahr mit dem Hunsrücker Bergslalom in Grenderich. Zum 40. Mal kamen die NAVC Bergspezialisten zu der sehr langen und selektiven Strecke.

Auch Franz wollte natürlich zeigen das er wieder um die Meisterschaft kämpfen will. Nach dem Fulminanten Titelgewinn 2014, musste jetzt das Double her.

Der Motor vom Fiat Uno 16V läuft wieder ohne mucken und so konnte der erste Tag in Angrifff genommen werden.

Als starke Gegner erwiesen sich Blazej Stosik und Johannes Dammbach im Nissan Micra 16V.

Nach dem 1. Lauf führte Stosik noch mit über eine Sekunde Abstand auf Franz, doch das ließ der nicht auf sich sitzen. Im 2. Lauf verbesserte sich Franz nochmals um 2 Sekunden und der Micra wurde langsamer. Damit ging der Tagessieg am Samstag an Franz und den neu erweckten uno.

 

Doch der Sonntag stand noch an, und aus dem Nachbarland Belgien kam die Familie Heindrichs mit ihrem Opel Corsa. Das könnte eng werden war die erste Vermutung, und so kam es auch.

Dammbach (1.43,46), Stosik (1.43,12) und Franz (1.43,41) lieferten sich ein heisen Schlagabtausch im ersten Lauf. Andy Heindrichs dagegen fuhr eine 1.40,65 Weltklasse.

Im zweiten Lauf konnte Franz aber noch einen drauf setzen. 1.42.80 reichte am Ende um die Micras hinter sich zu lassen. Andy Heindrichs gewinnt vor Franz.

Ein Super Wochenende das sehr viel Spaß gebracht hatte geht vorbei.

In ein paar Wochen geht es weiter.

Eschdorf KW-Berg Cup Lauf 02.-03.05.2015

Zum Saisonauftakt trafen sich wieder mal die Bergspezialisten aus ganz Europa in Eschdorf (Lux).

Auch der KW-Berg Cup feiert doch seinen Startschuss in die neue Saison 2015.

Sven Koob fuhr auf seinem Fiat X1/9 8V in der Klasse bis 1400ccm. Es war von Anfang an klar das man nur eine Chance auf das Treppchen hat wenn es regnet. Wenn auch der X1/9 Motor für viele Slalomstrecken ausreicht, gegen solch eine Konkurrenz und auf dieser schnellen Strecke würde man nicht viel Land gewinnen wenn es trocken war.

 

Am Trainingssamstag war es dann soweit und Sven konnte das erste Mal den Berg in Eschdorf erzwingen.

Nach den ersten beiden Läufen sah man gleich das es wenig Sinn hatte noch mehr zu riskieren, denn auf der langen Geraden verlor man zu viel Zeit.

Nach dem Dritten Lauf lag Sven auf einem ernüchternden 10 Platz.

Aber es sollte Regnen munkelte man im Fahrerlager.

 

Sonntags war es dann soweit. Reifen wechseln auf die Avon Regenreifen. Diese hatten schon in Wolsfeld 2013 ihren Dienst erfüllt warum nicht auch jetzt.

In Eschdorf wird ausnahmsweise nur der schnellste Lauf genommen und nicht alle zusammengezählt.

Im 1. Lauf fuhr Sven mit einer 1:15:855 auf Platz 2. Knapp hinter Marcel Helberg bei den 8Ventilern.

Als Mann sich dann zum erneuten Start am Vorstart traf kam die Info das nur noch ein Lauf gefahren wird.

Das hies alles auf eine Karte und Feuer aus allen Töpfen.

Leider ging das nur bis zur 2 Kurve gut. Ausgerechnet im letzten Lauf ging der 4. Gang nicht mehr. Mit dem Rühren im Getriebe verlor Sven an 2 Stellen wertvolle Sekunden.

Am Ende kam es noch dicker. Frank Lohmann im Polo fuhr auf letzter Rille noch an Sven vorbei und sicherte sich den 2. Platz.

Sven wurde somit 3 in der 8V Wertung.

 

Jetzt wird geschraubt um am Wolsfelder Bergrennen voll wieder anzugreifen.

 

Hier zum Video......

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Eifel Rallye 2017 Vorbericht

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